Welpen ABC - T bis Z wie "Tierarzttraining", "Trauma" & "Zähne".


Tierarzttraining

Der Tierarzt wird leider all zu schnell mit Schmerzen und Unwohlsein verknüpft. Suche daher die Praxis immer wieder auch ohne Grund auf und belohne deinen Hund dort, damit er nicht noch mehr aufgeregt wird. Nutze die Zeit im Wartezimmer für tolle Übungen und entspannende Streicheleinheiten, du darfst deinen Welpen dafür gerne auf den Schoß nehmen, wenn er das auch möchte. 

Das sogenannte 'Medical Training' ermöglicht deinen Hund kooperativ unter dem Stress eines Tierarztbesuches zu bleiben. Dabei werden Übungen wie das ruhige Stehen am Tisch oder das Anfassen und Festhalten trainiert.   

Bildquelle: Denys Sergushkin on Unsplash


Traumatische Erlebnisse

Dein Welpe bekommt erst im Laufe der Zeit eine sogenannte 'Geborgenheitsgarnitur'. Das bedeutet, dass es Zeit braucht, bis er positive Erfahrungen sammeln kann.

Je früher dein Welpe schlechte Erfahrungen macht, desto 'schlimmer' und traumatischer sind diese für ihn. Daher ist es wichtig, deinen Welpen nicht in Situationen zu bringen, die ihn komplett überfordern oder er sich ausgeliefert fühlt. Milde Stressreize sind wichtig für die Entwicklung, schmerzhafte oder erschreckende Erlebnisse sind zu vermeiden. Handle bitte vorausschauend und nimm deinen Welpen aus der Situation raus und gibt ihm danach Zeit sich vom Erlebten zu erholen

Bildquelle: Mia Anderson on Unsplash


Umweltgewöhnung

Unternimm regelmässig gemeinsame Ausflüge mit deinem Welpen und zeige ihm deine Welt. Er darf mit wo auch immer du unterwegs bist - in Parks, Fußgängerzonen oder ins Büro. Sorge für eine angenehme Atmosphäre, in der dein Welpe ungestört und in seinem Tempo die neuen Plätze erkunden kann. 

Belohne ihn dabei fürs ruhige Hinschauen zu z.B. den Enten im Park oder den Kühen auf der Wiese. 

Bildquelle: Yeshi Kangrang on Unsplash


Welpenschutz

Welpenschutz ist ein reiner Mythos! Viele Hunde sind eher genervt vom kindlichen und sehr aufdringlichen Getue der Welpen und zeigen aggressives Verhalten.

Achte bei Hundebegegnungen darauf, dass dein Welpe freundlich bleibt und nicht hochspringt oder zu aufdringlich wird.


Welpenspielstunde

Im modernen Hundetraining werden die Welpenspielstunden sehr kritisch betrachtet. Bei genauerer Betrachtung eigentlich ganz einleuchtend: Was kann ein Hund bei den Welpenspielstunden lernen? Sicherlich nicht, dass er wenige Wochen später nicht mehr zu anderen Hunden einfach so hinlaufen kann. Je mehr Gelegenheit es für den Welpen gibt, sch unkontroliert hoch zu drehen, desto mehr hat er die Erwartungshaltung, dass dieser Zustand immer eintritt. Im modernen Hundetraining werden die Gruppen gemischt und es wird auf die u.a auf die Größe bei der Zusammenstellung geachtet.  

Bildquelle: Steve Sewell on Unsplash


Zähne

Der Zahnwechsel kommt mit vier bis sechs Monaten, dabei kann das Maul empfindlicher sein als sonst. Kontrolliere regelmäßig die Zähne deines Hundes, vor allem kleine Hunderassen haben oft ein Zahnsteinproblem. Zahnstein muss professionell entfernt werden, damit dein Hund gesund bleibt.  

Bildquelle: Kseniia Ilinykh on Unsplash


Quelle und Buchtipp: ‚Das Welpen-ABC Junge Hunde positiv fördern und erziehen: Von Auf-den-Arm-Nehmen bis Zerrspiele' von Madeleine Franck & Rolf C. Franck 


Kommentar schreiben

Kommentare: 0